Knie · Operation
Meniskus-Operation – Teilresektion und Meniskusnaht
Meniskusverletzungen können traumatisch oder degenerativ bedingt sein.
Operierter Bereich
Traumatische Meniskusläsionen entstehen meist durch Verdrehungen des Kniegelenks in Kombination mit axialer Belastung und Rotationsscherkräften.
Degenerative Meniskusläsionen treten überwiegend bei älteren Patienten auf. Begünstigende Faktoren sind chronische Überlastung, Fehlstellungen der Beinachse sowie bestehende Knorpelschäden.
Ablauf der Behandlung
Vor der OP
In der Sprechstunde erfolgt zunächst eine klinische Untersuchung des Kniegelenkes. Anschließend werden Ihnen die Aufnahmen der durchgeführten Röntgen- und MRT-Untersuchungen präsentiert und das Krankheitsbild ausführlich erläutert. Danach wird gemeinsam mit Ihnen ein Operationstermin festgelegt. Die operative Aufklärung wird ebenfalls direkt in der Sprechstunde durchgeführt. Abschließend wird der postoperative Verlauf erklärt und feste Termine für die Nachbehandlung vereinbart.
Die Operation
Der operative Eingriff dauert etwa 30 Minuten und wird ambulant im Krankenhaus Lichtenstein durchgeführt. Die Operation erfolgt entweder in Regionalanästhesie oder in Vollnarkose. Der Patient wird in Rückenlage positioniert, das betroffene Bein in einem Beinhalter fixiert. Am Oberschenkel wird eine pneumatische Manschette angelegt; die dadurch erzeugte temporäre Blutleere ermöglicht eine bessere Sicht im Kniegelenk.
Über einen etwa 0,5 cm großen Zugang wird die Arthroskopiekamera eingeführt und das Gelenk mit steriler Kochsalzlösung gefüllt. Im Anschluss erfolgt ein diagnostischer Rundgang zur Beurteilung aller relevanten Strukturen und des Meniskusrisses. Für die operativen Instrumente wird ein zweiter Zugang eingerichtet.
Meniskusrefixation: Bei der Meniskusrefixation wird der Meniskus mittels spezieller Nahttechniken wieder befestigt. Die Eignung hängt von Art und Ausdehnung der Ruptur ab. Diese Methode erfordert eine längere Nachbehandlung von etwa 3 bis 6 Monaten.
Meniskusteilresektion: Bei der Meniskusteilresektion werden nur die geschädigten Meniskusanteile entfernt. Ziel ist der maximale Erhalt des Meniskusgewebes, da ein vermindertes Meniskusvolumen das Risiko einer Kniegelenksarthrose deutlich erhöht.
Nach der OP
Unmittelbar nach der Operation wird eine Knie-Orthese angelegt. Anschließend erfolgt die Überwachung der Patienten im Aufwachraum und danach auf der Zentralen Aufnahmestation (ZAS). Bei stabilen Kreislaufverhältnissen können die Patienten in der Regel gegen 16 Uhr entlassen werden. Am Folgetag findet die postoperative Kontrolle in der Sprechstunde der Praxis statt.
Postoperativ erhalten die Patienten eine Thromboembolieprophylaxe sowie eine bedarfsorientierte Schmerztherapie. Für zu Hause wird eine CPM-Bewegungsschiene organisiert, mit der die verordneten passiven Bewegungsübungen mehrmals täglich selbstständig durchgeführt werden können.
Risiken
Aufgrund der Minimalinvasivität sind die Risiken sehr gering. Die möglichen Komplikationen sind Infektionen der Wunde, Thrombose, Nachblutungen sowie Vernarbungen (Arthrofibrose), die zu Bewegungseinschränkungen führen können.
Prognose
Die Prognose ist generell sehr gut.
Ihr Weg: von der Sprechstunde zurück in den Alltag
- VorabSprechstunde & Aufklärung
Untersuchung, Besprechung der Röntgen- und MRT-Bilder, OP-Termin und Aufklärung – und feste Termine für die Nachbehandlung.
- OP-TagOperation & Entlassung
Überwachung im Aufwachraum und auf der Aufnahmestation; bei stabilem Kreislauf Entlassung meist gegen 16 Uhr.
- Tag 1Kontrolle in der Praxis
Die erste Kontrolle nach der Operation erfolgt am Folgetag in der Sprechstunde.
- Zu HauseBewegungsschiene & Physiotherapie
Eine CPM-Bewegungsschiene wird organisiert – für passive Bewegungsübungen mehrmals täglich.
- ZielZurück in den Alltag
Nach einer Meniskusnaht dauert die Nachbehandlung etwa 3 bis 6 Monate; nach einer Teilresektion geht es in der Regel deutlich schneller.
Der individuelle Verlauf kann abweichen – den genauen Nachbehandlungsplan besprechen wir persönlich mit Ihnen.
Fragen zur Operation?
In der Sprechstunde besprechen wir Ihre Befunde und ob eine Operation für Sie sinnvoll ist.